Übergang Schule - Beruf / Berufsorientierung (BO) / Berufseinstiegsbegleiter
BzB = Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung
| Ansprechpartnerin: |
Kerstin Totzek |
Die Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (
BzB) richten sich an Jugendliche ohne Berufsausbildungsverhältnis mit dem Ziel, ihnen den Übergang in die Berufsausbildung oder in ein Arbeitsverhältnis zu erleichtern. Die
BzB sind Bestandteil der Berufsschule und schließen mit einem gleichnamigen Abschluss ab. Ergänzend besteht die Möglichkeit, einen Abschluss zu erreichen, der dem (ggf. qualifizierenden) Hauptschulabschluss gleichwertig ist. Die
BzB werden entsprechend der Zugangsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler in Vollzeit- oder in Teilzeitform organisiert. In der Vollzeitform dauert die Ausbildung ein Jahr, in der Teilzeitform zwei Jahre.
Schwerpunkte der Förderung sind:
- Berufsfindung und Berufsbildung,
- Arbeits-, Lern- und Sozialverhaltens,
- Persönlichkeitsentwicklung,
- Erweiterung der Sprachkompetenz in der deutschen Sprache.
Der Unterricht wird fächer- und lernbereichsübergreifend sowie projekt- und handlungsorientiert gestaltet. Im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten einer Schule werden mehrere Berufsfelder zur Berufsvorbereitung angeboten, je Berufsfeld Basisqualifikationen bzw. Qualifizierungsbausteine.
BÜA = Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung
| Ansprechpartnerin: |
Kerstin Totzek |
Primäres Ziel der BÜA ist es, Schülerinnen und Schüler bereits nach einem Schuljahr – mit einem Hauptschulabschluss – in ein passgenaues Ausbildungsverhältnis zu vermitteln. Diejenigen, die einen Ausbildungsberuf anstreben, für den der mittlere Bildungsabschluss benötigt wird, können diesen im zweiten Jahr der BÜA erwerben und dann die passende Ausbildung beginnen.
Zielgruppe / Aufnahmebedingung:
- noch keine 18 Jahre alt sind (Stichtag: 01.08.),
- mindestens aus Klasse 8 der allgemeinbildenden Schule kommen,
- noch keinen Ausbildungsplatz haben,
- keinen Hauptschulabschluss oder einen berufsorientierten Abschluss oder einen (qualifizierenden) Hauptschulabschluss besitzen
- noch keine zweijährige Berufsfachschule/BÜA/Berufsvorbereitungsmaßnahme in einer anderen Fachrichtung mehr als ein Jahr besucht haben
- Schülerinnen und Schüler aus Intensiv-/InteA-Klassen (mit angemessenem Sprachstand)
- Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf
Die BÜA ist in zwei Stufen gegliedert:
In Stufe I findet der Unterricht in kleinen Lerngruppen (maximal 16 Schülerinnen und Schüler) statt. Es werden 30 Wochenstunden Unterricht an fünf Tagen erteilt. Stundenplan :
- Deutsch (individualisiert nach kompetenzorientierter Eingangsdiagnostik)
- Mathematik (individualisiert nach kompetenzorientierter Eingangsdiagnostik)
- Englisch (individualisiert nach kompetenzorientierter Eingangsdiagnostik)
- Sport,
- Religion/Ethik,
- Wahlpflichtunterricht
- Politik & Wirtschaft
- berufsbildender Unterricht.
Durch den berufsbildenden Unterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in berufsspezifische Abläufe aus mindestens zwei beruflichen Schwerpunkten, wie z. B. Pflege, Farbtechnik und Raumgestaltung, Metalltechnik, Handel, Körperpflege und Elektrotechnik.
Die Stufe II der BÜA kann nur von Schülerinnen und Schülern besucht werden, die in Stufe I mit einem qualifizierenden Hauptschulabschluss oder einem besonders guten Hauptschulabschluss aufgenommen wurden und den
mittleren Bildungsabschluss zur Erlangung ihrer beruflichen Ziele benötigen. Es werden 30 Wochenstunden Unterricht an fünf Tagen erteilt.
Stundenplan :
- Deutsch,
- Englisch,
- Mathematik,
- Sport,
- Religion/Ethik
- Politik & Wirtschaft
- berufsbildender Lernbereich in einem fest gewählten Schwerpunkt (Theorie und Praxis)
[ Quelle:
Erasmus-Kittler-Schule.de ]
InteA = Integration durch Anschluss und Abschluss
| Schulform |
Intensiv-Sprachfördermaßnahme Integration in Anschluss und Abschluss an beruflichen Schulen, unterstützt durch ein sozialpädagogisches Angebot (soziale und persönliche Kompetenzen, (Klassen-) Gemeinschaft, Konfliktlösung, Identitätsfindung, Resilienz) sowie Inhalte aus dem Bereich der Berufsorientierung. |
| Zielgruppe: |
ab 16 Jahren bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres (bei Flüchtlingsstatus: 21. Lebensjahres) bei Eintritt in die Maßnahme, die noch nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen |
| Ziel: |
InteA vermittelt grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache (Niveau B1) in Verbindung mit einem beruflichen Fachsprachenerwerb für den Übergang in eine Berufsausbildung oder den Wechsel in einen anderen Bildungsgang. Nach maximal 2 Jahren besteht die Möglichkeit, an zentralen Prüfungen zum Hauptschulabschluss teilzunehmen. Hauptziel der Maßnahme ist jedoch die berufliche Orientierung und der Einstieg in die Duale Ausbildung. |
| schulspezifische Berufsfelder |
z.B. Hauswirtschaft/Ernährung/Pflege |
| Bildungsweg |
zweijährig in Vollzeit |
Mehr:
BO im Fachunterrricht
Alle Fachlehrkräfte im Schulamtsbezirk sind aufgerufen, sich auf der digitalen Pinnwand
Inspirationen für ihren Unterricht abzuholen. Du bist eingeladen, gern auch selbst ein BO-Modul für dein Fach zu hinterlassen. Man muss ja nicht jedes Mal das Rad neu erfinden...
Zuständigkeiten
Beachte: es gibt verschiedene Förderprogramme und "Töpfe". Da die Befürchtung groß ist, eine Stigmatisierung der betreffenden Jugendlichen zu „fördern“, soll (insbes. gegenüber den Jugendlichen selbst) nach Möglichkeit darauf verzichtet werden, nach Förderprogrammen und "Töpfen" zu differenzieren.
Für alle dennoch Interessierten hier ein Überblick:
Die Strahlemann-Stiftung mit der Talent Company
„Die Talent Company ist die große Klammer um alle Themen der Berufsorientierung an einer Schule.“
Talent Company eine von der Diakonie initiierte private Unterstützung zum Thema Berufsorientierung mit ca. 21 Standorten bundesweit (Stand 2017). Seit 2013 gibt es die Talent-Company (TC) mit Hilfe der Strahlemann-Stiftung in Heppenheim an der Friedrich-Ebert-Schule. Strahlemann schafft mit der TC eine Informations- und Vernetzungsplattform in Schulen für Schüler, Lehrer, Unternehmer, Arbeitsagentur, Job-Center und Paten in der Region. Dahinter steht die Idee, gemeinsam mehr für Bildung und Ausbildung zu erreichen sowie Chancengleichheit im Bildungssystem herzustellen und um “ feste Brücken zwischen Schule und Wirtschaft zu bauen“. Der Raum ist ausgestattet mit PC-Arbeitsplätzen, Drucker, Fax und allem Wesentlichen, was Schüler für eine Bewerbung brauchen, außerdem gibt es Informationsmaterial und eine individuelle Betreuung und Beratung durch Fachleute. Finanziert wird dieses Projekt über Gelder von Firmen, die mit der Schule in Bezug auf Praktika, Ausbildung und Betriebsbesuchen kooperieren. Diese Firmen, aber auch andere Unternehmen nutzen die Talent Company an der Friedrich-Ebert Schule intensiv, um Berufsbilder und Ausbildungswege vorzustellen. Gemeinsam mit den Sponsoren arbeiten wir Konzepte aus, wie wir den Schülern Ausbildung näher bringen können und vermitteln geeignete Jugendliche in Praktika und Ausbildung. Es hat sich gezeigt, dass durch Präsentationen der Firmen mit dem Thema Ausbildungsmöglichkeiten, -ablauf und -vergütung mehr Schüler aufmerksam wurden auf weniger gängige Ausbildungsgänge und dass das Interesse generell durch die Begegnung auf Augenhöhe effektiver geweckt wurde.In regelmäßigen Abständen finden hier auch Gespräche mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit statt. Frau Glasner, Diplom Sozialpädagogin, hilft bei der Berufsorientierung, Finden von Praktikums- und Ausbildungsplätzen oder beim Verfassen von Bewerbungen. Auf Nachfrage bietet sie auch interessierten Eltern ihre fachliche Unterstützung an und kommt gerne zu Elterngesprächen dazu.
| Ansprechpartner: |
Heidi Glasner |
| Sprechstunde |
donnerstags von 10:00 – 14:00 Uhr im Berufsorientierungsraum (Talent Company, A-Bau, 1. Stock) Um vorherige Anmeldung wird gebeten. |
| Kontakt: |
auf FES-Homepage |
Mehr:
„Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf“ (OloV)
| Koordination: |
Frau Totzek |
OloV ist eine landesweite Strategie, um den Wirtschaftsstandort Hessen zu sichern und zu stärken, gefördert von der Hessischen Landesregierung aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, des Hessischen Kultusministeriums und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds.
„ OloV hat die Schaffung von Strukturen für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Ziel, also für jene, die noch die allgemeinbildende Schule besuchen, ihren Schulabschluss bereits hinter sich haben und/oder im Übergangssystem betreut werden.“
Mehr:
Berufseinstiegsbegleitung (BerEb)
„Die Förderung richtet sich an Jugendliche, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, den Abschluss der allgemein bildenden Schule zu erreichen und/oder den Übergang in eine Berufsausbildung zu bewältigen. Dabei sind nur Schüler einzubeziehen, die einen Förder-, Haupt- oder gleichwertigen Schulabschluss anstreben.“ [Quelle: Fachkonzepte der Bundesagentur für Arbeit]
Von der Bundesagentur für Arbeit/EU eingesetzte „Fallbetreuer“ fördern die ausgewählten SuS mit o.g. Voraussetzung.
Mehr:
Siehe auch