Instant Messenger

  • Wenn das eigene Messaging-Konto an die Handynummer gebunden ist, kann jeder, der die Rufnummer kennt, einen erreichen.
  • Statusmeldungen wie "Online" oder "Gelesen" machen das eigene Nutzungsverhalten transparent.
WhatsApp ist bequem. Hinterlässt aber ein ungutes Gefühl. Mit einzelnen Kontakten kann man ohne Probleme auch einen der vielen anderen Instant Messaging Dienste nutzen - es ist einfach. Die folgenden (Mobile) Instant Messenger sind allesamt für iOS und Android verfügbar.

Messenger Preis (€) Was kann ich verschicken? Unternehmenssitz / europäisches Datenschutzrecht Ende-zu-Ende verschlüsselt? anonym (ohne Angabe von persönlichen Daten) nutzbar?Sorted ascending Web-App Lesebestätigung Online-Status
Hoccer (Wikipedia)  

  • Textnachrichten,
  • Fotos,
  • Videos,
  • Sprachnachrichten,
  • Adressbucheinträgen,
  • eigener Standort
  • Dateien

Deutschland / deutsches Datenschutzrecht ja ja    
lässt sich nicht abschalten
Threema wird von dem Schweizer Unternehmen Kasper Systems GmbH entwickelt. Keine Sprach- und Videotelefonie. Informationen über Nutzer werden für gewöhnlich bei mobilen Anwendungen über die Telefonnummer zusammengeführt/aggregiert (analog der IP-Adresse im WWW); Threeema ist jedoch auch anonym - d.h. ohne Angabe der eigenen Telefonnummer und E-Mail-Adresse - nutzbar. Kontaktlisten verbleiben auf dem privaten Gerät. Stiftung Warentest bewertete Threema im Februar 2014 als einzige von fünf getesteten Messenger-Apps als unkritisch in Sachen Datenschutz. 2,99
  • Textnachrichten,
  • Fotos,
  • Videos,
  • eigener Standort
  • Sprachnachrichten
Schweiz / ja

Die Server stehen in der Schweiz.
ja, auch die Telefonate ja (via ID oder QR-Code) ja: Threema Web einstellbar gibt es nicht
WhatsApp. Austausch der Meta-Daten mit Facebook (USA) -
  • Textnachrichten,
  • Fotos,
  • Videos,
  • eigener Standort
  • Sprachnachrichten
  • Telefonie
  • Videochats
USA / nein ja nein: Telefonnummer erforderlich ja: WhatsApp Web    
Signal (Wikipedia). werbefrei, mit Videotelefonie. Der Messenger, den auch Edward Snowden verwendet. Der Code von Signal ist Open Source. Hinter der App steckt Moxie Marlinspike, ein Sicherheitsforscher, der in der Szene großes Ansehen genießt. Open Whisper Systems, das Unternehmen hinter Signal, finanziert sich durch private Spenden und wird finanziell von Stiftungen wie der Freedom of the Press Foundation unterstützt. -

  • Textnachrichten,
  • Fotos,
  • Videos,
  • eigener Standort
  • Sprachnachrichten
  • Telefonie
  • Sticker,
  • Doodle
USA / nein ja, auch die Telefonate nein: Telefonnummer erforderlich ja: Signal Private Messenger (nur als Chrome-Erweiterung) gibt es nicht gibt es nicht
Wire (Wikipedia) -
  • Textnachrichten,
  • Fotos,
  • Videos,
  • eigener Standort
  • Sprachnachrichten
  • Telefonie
  • Videochats
Schweiz / ja   nein: Telefonnummer sowie Vor- und Nachname erforderlich   gibt es nicht gibt es nicht
Telegram Messenger (Wikipedia) -

  • Textnachrichten,
  • Fotos,
  • Videos,
  • Dokumente
  • eigenen Standort
  • Sprachnachrichten
  • Channels (one-to-many-Kommunikation), die von Attila Hildmann, Michael Wendler u.a. gern genutzt werden, um Verschwörungstheorien u.ä. zu verbreiten, weil es keine externen Faktenchecker/innen gibt und Hassbotschaften nicht gelöscht werden.
  • Es gibt Gruppen mit bis zu 200.000 Mitgliedern.

Firmensitz wechselt immer wieder, daher ist es schwer, Rechtsverstöße zu verfolgen.

Telegram-Gründer und Hauptfinanziers sind die russischen Durov-Brüder.

Nein, außer man aktiviert explizit den „Secret Chat“. Es sind nur Einzelchats (also zwischen zwei Personen) verschlüsselt möglich, in der Gruppenkommunikation wird Verschlüsselung nicht unterstützt. nein: Telefonnummer und Vorname erforderlich ja lässt sich nicht abschalten  
Skype, Google Hangouts, Snapchat und Wechat bieten laut jeweiliger Datenschutzerklärung keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder sagen nichts dazu in den Erklärungen. Googles Messenger Allo sowie seit kurzem der Facebook Messenger bieten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur in einem optionalen Modus, den man selbst für jeden Chat einschalten muss.

Messenger sind Stand 2020 vom Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) ausgenommen (ebenso wie Dienste ohne Gewinnerzielungsabsicht), somit gibt es in Deutschland hier im Augenblick keine rechtliche Grundlage, um gegen Hassbotschaften und Falschnachrichten vorzugehen.

Siehe auch

Topic revision: r12 - 30 Nov 2020, ThomasEmdenWeinert
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