verlässt sich auf Methoden des Vormachens/Erklärens.
sieht die Schüler und Schülerinnen als Objekte der Belehrung, die geformt werden müssen.
versteht sich als Wissensvermittler.
geht kleinschrittig vor und baut auf die Isolation von Schwierigkeiten.
bietet neuen Stoff dar oder präsentiert ihn im fragend-entwickelnden Unterricht.
gibt Hilfen als Hilfen zur Produktion der erwarteten Antwort.
versucht nach Kräften, das Auftreten von Fehlern zu vermeiden.
erwartet primär korrekte Resultate.
Die Lehrperson
setzt auf herausfordernde Aufgaben und Eigenaktivität der Schüler und Schülerinnen.
sieht die Schüler und Schülerinnen als Subjekte, die ihren Lernprozess mit steuern können.
fühlt sich für die Gesamtentwicklung der Kinder verantwortlich.
macht Beziehungsreichtum der Lerninhalte sichtbar.
ermuntert zum Beobachten, Fragen, Probieren, Erkunden, Darstellen, ...
gibt Hilfen als Hilfen zum Selberfinden.
versucht, Fehler gemeinsam mit S. zu analysieren.
thematisiert Lösungswege.
[Winter (1991)]
Gelegenheiten zum entdeckenden Lernen gibt es nicht nur, aber insbesondere beim Inhaltsfeld "Zufall und Wahrscheinlichkeit". Annette Forkel, die hierzu in ihrer Dissertation (Universität zu Köln, 2009) ein Spiel: „Das Würfelglück des Schamanen“ im Sinne des Entdeckungslernens entwickelt, formuliert folgende Kriterien:
Möglichkeit zu gedanklichem, aber auch verstärkt tätigem Experimentieren
Gelegenheit zu aktiver Auseinandersetzung
Eigenständigkeit
forschende Auseinandersetzung mit einem interessierenden Problem
Möglichkeit, den eigenen Lernprozess selbstverantwortlich zu gestalten
als Lernanlass ein (mehr oder weniger komplexes) mathematisches Problem
experimentelle Prüfung möglich
Herausstellen von Inkongruenzen
strukturelle Offenheit für individuelle Lernwege
Möglichkeit, ein Bewusstsein eigener Lernfortschritte entwickeln zu können
Lernhilfen sind prozess-, nicht zielorientiert
Weiterführende Hinweise / Literatur / Weblinks
Winter, Heinrich Winand: Entdeckendes Lernen im Mathematikunterricht. Einblicke in die Ideengeschichte und ihre Bedeutung für die Pädagogik. Springer Spektrum, 3. Auflage, 2015 [ Einleitung]