Unterrichtsfach Informatik


[Quelle: Bertal Dresen]

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Bedeutung der Informatik in der zukünftigen Lebens- und Arbeitswelt der Schülerinnen und Schüler

IT-Innovationen ziehen seit ca. dem Jahrtausendwechsel in alle Wirtschaftsbereiche und Wissenschaftsfelder ein. Sie sind ein Motor der Innovation u.a im Einzelhandel (Stichwort: Digitaler Handel), im Autobau (Stichwort: Industrie 4.0) bis hin zu den erneuerbaren Energien (Smart Energy). IT ist eine Basistechnologie der Zukunft, von der auch der wirtschaftliche Erfolg unseres Landes abhängt. Trotzdem wird die Informatikbildung der nächsten Generationen oftmals ausgeblendet.

» Wir leben in einer digitalen Gesellschaft, in der unsere Arbeits- und Lebenswelten in einer noch nie dagewesenen Form von der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) geprägt werden. Informatik ist der Schlüssel zu dieser digitalen Welt und daher unverzichtbarer Teil der Allgemeinbildung. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Teilhabe und Gestaltung unserer digitalen Gesellschaft und trägt zur Identitätsbildung bei. Mit Blick auf Entwicklungen wie Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge wird sich der Einfluss der Informatik sowohl auf den privaten als auch auf den beruflichen Alltag in der Zukunft rasant vergrößern.

Die Informatik liefert einen wesentlichen Beitrag, die Genese und Funktion von IKT-Systemen zu verstehen, zu beurteilen und an deren Gestaltung mitzuwirken. Informatik bedeutet Informationsverarbeitung automatisieren, Wissen generieren, Funktionsweisen und Wirkprinzipien verstehen, problemlösen, programmieren, konstruieren, gestalten und die Grenzen von IKT-Systemen zu erkennen. Das Beherrschen von Programmiersprachen, welche in der Informatik zur Kommunikation zwischen Mensch und Maschine verwendet werden, steigert nicht nur das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Computern, sondern erfordert auch Sorgfalt, Planung und logisches Denken. Nur eine grundständige, flächendeckende Informatikbildung erlaubt es allen Schülerinnen und Schülern, die Möglichkeiten der digitalen Gesellschaft auszuschöpfen. «

[Auszug aus der Dagstuhl-Erklärung zur informatischen Bildung in der Schule 2015, von Rainer Gemulla (Universität Mannheim), Wim Martens (Universität Bayreuth), Johannes Schöning (Hasselt University – Diepenbeek, Belgien), Carsten Schulte (FU Berlin) u.a., veröffentlicht in Informatik-Spektrum , Vol. 38 (3), 2015]

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