Fach-Curriculum IT und Medienkompetenz

  • offizielles Word-Dokument siehe Ordner Fach-Curricula im SharePoint 'Kollegium' (Office365).
  • Skript und Unterrichtsmaterialien für den WPU-Kurs IT-Grundlagen im Jahrgang V7 bzw. V8 im Team 'WPU-Kurs IT-Grundlagen' (Microsoft Teams)

Einführung

Status Quo 2015: Problemanalyse

Stand heue haben Schüler in der R9, aber selbst in der Oberstufe fundamentale Schwierigkeiten (insbesondere Datei-Organisation und Datensicherheit). Ob darüber hinaus Themen wie Datenschutz und Urheberrecht (insbesondere im Internet) oder Cyber-Mobbing in (anderem) Fachunterricht thematisiert werden, ist mir nicht bekannt. Im derzeitigen IT-Unterricht ist dafür jedenfalls leider kein Raum.

Informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung (IKG)

Die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die sogenannte Informationsgesellschaft erfolgt an den Schulen im Rahmen der „Medienerziehung“ sowie der "Informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung“ (IKG). Beides sind fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgaben – insbesondere der Mittelstufe. (Pläne s. http://www.bildung.hessen.de )

Die IKG ist für die Klassen 7-9 vorgesehen und soll im Pflichtunterricht bestehender Fächer angeboten werden. Informatik kann nach der geltenden Stundentafel als Wahlpflichtangebot ab Klasse 7, in Gymnasien in der Regel ab Klasse 9 unterrichtet werden.

Formuliertes Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler Grundkenntnisse im Sinne eines „Computerführerscheins“ erwerben sollen, vgl. z.B. kultusministerium.hessen.de .

Ein zentraler schulischer Platz für den Einsatz und Umgang mit dem PC/Internet ist in den Bildungsgängen Haupt- und Realschule das Fach Arbeitslehre.

In den einschlägigen Lehrplänen heißt es :

“In allen Unterrichtseinheiten ist die Arbeit mit dem Computer vorgesehen.... die Anwendungsmöglichkeiten informationstechnischer Werkzeuge in verschiedenen Lebensbereichen und ihre Folgen für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft (sollen) aufgezeigt werden ...“ (LP/Realschule, S.7)

“Der PC als Werkzeug schult den Umgang mit der Informationstechnik und gibt Orientierungswissen bzw. Grundqualifikationen für einen systematischen Aufbau von Medienkompetenz.... Es genügt nicht, nur technische und instrumentelle Fähigkeiten beim Umgang mit dem Computer zu vermitteln, sondern es müssen auch Kompetenzen zur Informationsbewältigung, zur Bewertung der Information und zur Transferbewältigung vermittelt werden.“ (LP/Hauptschule, S. 8)

Mehr: siehe Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung (IKG) / Medienkompetenz

Plädoyer für ein eigenständiges Unterrichtsfach IT

Belange einer Anwenderschulung in Textverarbeitung (z.B. Word ), Tabellenkalkulation (z.B. Excel ) und der Präsentation (z.B. Powerpoint ) können in der Tat in den Fachunterricht (insbesondere Deutsch, Mathematik, Arbeitslehre) integriert geschult werden. Zentrale IT-Lerninhalte wie Datenorganisation, Datensicherheit, Datenschutz und Urheberrecht oder auch "Wie funktioniert ein Computer: Hardware/Software/Betriebssystem" und "Wie funktioniert das Internet" werden dadurch jedoch nur unzureichend umgesetzt.

Eine Zusammenfassung der Anwenderschulung in einem Unterrichtsfach „IT“ erscheint hierzu besser geeignet,
  • weil ein IT-Unterricht diese Aspekte gezielt thematisieren kann;
  • weil eine dezidierte Informatik-Lehrkraft den Meta-Themen Datenorganisation, Datensicherheit, Datenschutz und Urheberrecht eine andere Bedeutung beimisst als eine Lehrkraft, die den PC kursorisch (und mit meist anderer Zielsetzung) im Deutsch-, Englisch-, PoWi - oder Mathematik-Unterricht einsetzt.

Organisatorische Rahmenbedingungen

  • Idealerweise: ein Spiralkonzept, verteilt über die Jahrgangsstufen 7 bis 9.
  • Alle Schüler sollen in den Genuss des IT-Unterrichts kommen (auch diejenigen Schüler, die Französisch + evangelische Religion haben).
  • Wenn nur wenig Stunden zur Verfügung stehen: je später der IT-Unterricht angesetzt wird, umso wirkungsvoller kann er sein. Da bereits im 8. Schuljahr (in Deutsch) Bewerbungen geschrieben werden und im 9. Schuljahr dann bereits Bewerbungen (in AL) anstehen sowie insbesondere die Projektarbeit (Hauptschüler) bzw. im 10. Schuljahr die Hausarbeit (Realschule) sollte man spätestens in Jgst. 8 beginnen.
  • Bitte ausschließlich als Doppelstunde (90 Min.).
  • Teilung der Klasse: Da insbesondere im Verbund-Zweig die Unterschiede zwischen den Schülern sehr groß sind und etliche SchülerInnen individuelle Hilfestellung benötigen, empfiehlt es sich hier (aber auch im G-Zweig), zeitversetzt jeweils immer nur 1 Hälfte der Klasse zu unterrichten. 2 Wochenstunde pro Klasse über ein Schuljahr heißt somit also: NUR eine Doppelstunde über ein Halbjahr für den/die Schüler/in!

Aufwand

Ausgestaltung Aus Sicht der Schulleitung / Unterrichtsplanung aus Schülersicht
absolutes Minimum (eigentlich zu wenig!) 2 Wochenstunden pro Klasse über ein Schuljahr (Jgst. 8) 1 Doppelstunde über 1 Halbjahr
Empfehlung 2 Wochenstunden pro Klasse über 2 Schuljahre (7 / 8) 1 Doppelstunde über je 1 Halbjahr in 2 Schuljahren
Ideal 2 Wochenstunden pro Klasse über 3 Schuljahre (Jgst. 7 / 8 / 9) 1 Doppelstunde über 3 Halbjahre hinweg

Verzahnung

Der IT-Unterricht soll idealerweise mit dem Fachunterricht Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, GL/PoWi, Kunst, Musik,… verzahnt / gekoppelt werden, damit die erworbenen Kompetenzen dort wieder aufgegriffen, angewendet und damit gesichert werden. Beispiele:

Bildergeschichte, Formbrief, Bericht: Deutsch
Bewerbungsanschreiben / Lebenslauf: Deutsch + AL
Zinsrechnung: Mathematik
Bildbearbeitung: Kunst

Die Unterrichts-Module

Die folgenden Bausteine werden in unserem Fach-Curriculum 'IT und Medienkompetenz' (s. Anlage) verschränkt und spiralförmig entwickelt.

Übersicht

Baustein Fachinhalte zeitliche Durchführung
Baustein 1 Den Computer und die FES:Cloud kennenlernen, Hardware, Software, Umgang mit Dateien und Programmen Halbjahr 1
Baustein 2 Das Internet sicher nutzen Halbjahr 1
Baustein 3 Bildbearbeitung Halbjahr 2
Baustein 4 Textverarbeitung Halbjahr 1
Baustein 5 Tabellenkalkulation Halbjahr 2
Baustein 6 Visualisieren mit Präsentations-Software Halbjahr 2
Baustein 7 Heranführung an die Programmierung: visuelle, spielerische Programmierumgebungen als Einstieg in die Grundideen der Programmierung WPU (?)
Baustein 8 Daten und Codierung als Grundlage dafür, wie Informatiksysteme funktionieren. WPU (?)

Baustein 1: Den Computer & die FES:Cloud kennenlernen

Das Modul gibt dem Lernenden die notwendige Fertigkeit und das Wissen für die grundsätzliche Nutzung des Computers und den Umgang mit Computer-Software. Er soll verstehen, was Hardware ist, Faktoren kennen, die Einfluss auf die Leistung des Computers haben, und Kenntnisse über Peripheriegeräte haben. Der Umgang mit einem Betriebssystem soll exemplarisch anhand des auf den Schulrechnern installierten Systems Windows 7 geübt werden. Insbesondere auf den Umgang mit Dateien und die Erstellung einer sinnvollen Ordnerstruktur soll Wert gelegt werden, wobei der schulspezifische Umgang und die Möglichkeiten unter Moodle wiederholt werden sollten.

Thema Aufgabenbeschreibung Bemerkungen, mögliche Aufgaben
Regeln und Verhalten im Computerraum Verhaltensregeln im Computerrauem erklären. Kein Essen und Trinken in PC-Räumen. Sorgfältiger Umgang mit den Geräten. Keine eigenmächtigen Maßnahmen, wenn etwas defekt ist. Mit dem Einloggen am Schulnetz erkennt der Benutzer automatisch die geltenden Regeln an, vgl. Benutzungsordnung PC-Raum für Schüler.
Hardware
Hauptbestandteile eines Computers kennenlernen
  • Festplatte
  • Motherboard mit Arbeitsspeicher, Prozessor, Kühler, verschiedene Anschlussmöglichkeiten von Peripheriegeräten (Drucker, Monitor, Anschlüsse über USB,…)
  • Unterschiedliche Laufwerke
Historische Geräte befinden sich teilweise noch in der Sammlung der Schule, ebenfalls können nach Rücksprache einzelne ältere Geräte zur Verfügung gestellt werden, um z.B. Komponenten auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfen zu können oder Komponenten ein- und auszubauen.
Betriebssystem Windows
  • Starten von Programmen, Umgang mit Icons
  • Verschiedene Programme kennenlernen und die damit verbundenen Dateitypen (Bilddatei, Dokument, Audio-Datei, pdf,…): Dateien speichern, Dateien öffnen.
  • Dateien drucken
  • Umgang mit Fenstern

Mein Computer und das Schulnetzwerk

  • Anhand des schuleigenen pädagogischen Netzwerkes soll exemplarisch verdeutlicht werden, was der Unterschied zwischen Intranet und Extranet ist und grundlegende Merkmale von Netzwerken erläutert werden.
  • Laufwerke: Laufwerke im Netzwerk der Schule, USB-Sticks, DVD-Laufwerk, ...
  • die Bedeutung des Passwortschutzes verstehen (auch im Zusammenhang mit der Nutzung von Schulnetzwerk/Moodle wichtig)
  • Sinn und Nutzen von Antivirus-Software und Firewall
  • Anmeldung am System / Schul-Netzwerk
  • Switch, Schul-Server, Schul-Netzwerk
  • Hinweis auf kostenlose Antiviren-Software wie z.B. Antivir Personal Edition http://www.avira.com/de/avira-free-antivirus , um auch Sorge dafür zu tragen, dass die heimischen Rechner ausreichend geschützt sind.

Datei-Management und Datensicherheit Umgang mit dem Windows-Datei-Explorer
  • Ordner anlegen, umbenennen, verschieben, sortieren, kopieren
  • Dateien umbenennen, kopieren, verschieben, löschen
  • Suche / Such-Funktion
  • Eigenschaften von Dateien (Dateiname, Dateigröße, Änderungsdatum, Dateityp) und Sortieren
  • Datensicherung. Die Schüler sollen verstehen, warum es wichtig ist, Sicherheitskopien von Dateien zu erstellen
  • Die Europa-Rallye: Orientierung in Ordnerbäumen; Suchfunktion des Windows-Explorers, Dateien verschieben, Dateien erstellen. Für 10 europäische Länder enthält der Ordner "Europa-Rallye" Unterordner. In jedem Länderordner gibt es Unterordner für große Städte. Dort liegen Dateien mit Infos und Bildern zu diesen Städten. In Deutschland gibt es zudem Unterordner für die 16 Bundesländer. Es müssen Fehler gefunden und korrigiert sowie fehlende Einträge ergänzt werden.
  • Screenshot des Datei-Explorers machen (mit Snipping-Tool oder mit IrfanView), in Textverarbeitung einfügen und mit Sprechblasen annotieren [ Arbeitsauftrag / Lösung]
  • Arbeiten mit Dateien und Ordnern unter Windows 7 (Microsoft)
  • Arbeitsblatt: Welche Anwendung für welchen Dateityp?
  • Quiz "Computer-Genies": Anhand kurzer Biografien von Alan Turing, Carl Friedrich von Weizsäcker, Jaron Lanier, Tim Berners-Lee, Marc Andreessen, Linus Torvalds, Konrad Zuse, Larry Page, Steve Jobs, Jimmy Wales, Demis Hassabis die größte Datei bestimmen; diejenige, die zuerst erstellt wurde; diejenige, die zuletzt geändert wurde. Bei einer ein großes Foto einfügen und sodann wieder die größte Datei bestimmen, die jüngste... etc. Bei Textdateien: Wörter und Zeichen notieren, bei Bildern die Anzahl Pixel in x-Richtung und in y-Richtung.
Bilder erstellen und bearbeiten (Zeichenprogramm) Umgang mit einem Zeichenprogramm, z.B. „Paint“ (auf dem Computer unter Programme/Zubehör abrufbar). Linien zeichnen, Zeichentools verwenden, mit dem Pinsel malen, Einfügen eines Bildes und Kombination mit den Zeichentools Alternativ kann auch das kostenlose Zeichenprogramm Programm Artweaver http://www.artweaver.de/ verwendet werden. Übung: Fehlerbilder selbst erstellen

Baustein 2: Das Internet sicher nutzen

Dieses Modul vermittelt den Lernenden eine erste Orientierung im Umgang mit dem Internet.

Die folgenden Themen sollten wirkungsvoller in Form von Projekttagen thematisiert werden:

Thema Aufgabenbeschreibung Bemerkungen, mögliche Aufgaben
Recherche im "Internet"
  • Umgang mit dem Browser, Navigation auf Webseiten, Umgang mit Hyperlinks und Browser-Tabs
  • Umgang mit Suchmaschinen, parametrisierte Suche
  • Interpretation von Suchmaschinenergebnissen: Kriterien für die Glaubwürdigkeit von Webseiten
  • Was ist das Internet? Millionen von Servern, verbunden durch Leitungsnetze, Milliarden von Endgeräten (Clients).
 
Umgang mit Wikipedia

  • Vor- und Nachteile der Verwendung von Informationen von Wikipedia.
  • Regeln zum Zitieren von Textstellen und der Verwendung von Fotos aus Wikipedia
Vergleich verschiedener Ergebnisse von Wikipedia mit anderen Quellen im Internet / in Fachbüchern.
Siehe auch: Wikipedia und Wahrheit - Quellen für eine Quellenkritik
E-Mail
  • Web-Mail lesen, beantworten, weiterleiten.
  • E-Mail-Anhang herunterladen/speichern, ggf. ausfüllen und zurücksenden.
  • Erkennung und Umgang vom Spam-Mails, Hoaxes
  • Der Weg einer E-Mail (Endgerät - Internet - Endgerät)
  • Hinweis auf das NSA Spähprogramm PRISM;
  • Daten liegen bei hotmail oder gmail auf Servern in den USA. Hinweis auf die deutschen Anbieter gmx oder mail.de .
Internet-Sicherheit
  • Sichere Passwörter, Phishing
  • Krypto-Trojaner
  • Basisschutz für PC / Laptop
  • Basisschutz für Smartphone und Co.
  • Google: Wie verdienen Firmen im Internet ihr Geld? Zusammenhang zwischen Werbung und dem Schutz persönlicher Daten,… Browser-Daten (Cookies!) löschen.
  • Privatsphäre-/Sichtbarkeits-Einstellungen bei Facebook
  • Fotos im Netz: Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht

BSI für Bürger, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

klicksafe.de, Landesmedienanstalten

Baustein 3: Bildbearbeitung

In diesem Modul sollen die Lernenden die Grundlagen in der Bildbearbeitung kennen lernen. Der Schwerpunkt soll darauf gesetzt werden, dass die Bilder so aufbereitet und optimiert werden können, um sie später in Programmen wie MS Word (Textverarbeitung) oder MS PowerPoint (Präsentationen) sinnvoll zu integrieren. Eine fächerübergreifende Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsfach Kunst ist an dieser Stelle möglich und sinnvoll, um gestalterische Möglichkeiten und die Wirkung von Bildern weiter zu vertiefen.

Thema Aufgabenbeschreibung Bemerkungen, mögliche Aufgaben
Aufnahme von Bildern und Import
  • Fotos vom SmartPhone oder der Digitalkamera auf den PC übertragen und in einem (sprechend benannten) Ordner abspeichern.
  • Verwendung eines Bildbetrachtungsprogramm wie z.B. IrfanView, um Bilder zu löschen, zu drehen, umzubenennen, nach Aufnahmezeit zu sortieren, Aufnahmezeitpunkt feststellen.
Bildergeschichte erstellen (auch als komplexe Übung in Modul 4 beim Thema Textverarbeitung)
Grundlagen in Bildbearbeitung

einfache Aufgaben:

  • Was sind Pixel? Wie wird ein Bild auf dem Rechner gespeichert? Wie angezeigt?
  • Ausschneiden, Trimmen eines Bildes
  • Verkleinern der Auflösung (d.h. der Anzahl der Pixel) eines Bildes
  • Abspeichern von Bildern im komprimierten jpg-Format
  • Upload eines Fotos nach facebook

weitergehende Bearbeitung:

  • Fehler korrigieren mit Pinseltools
  • Texte einfügen
  • Optimierung / Verfremdung (Kontrast, Farbe, SW-Umwandlung…)

  • einfache Aufgaben: IrfanView oder Tux Paint
  • weitergehende Bearbeitung: GIMP
  • Bezug zum Fach Kunst und Absprache mit Fachlehrkräften Kunst: Anhand der Möglichkeiten der Bildbearbeitung und Verfremdungsmöglichkeiten von von Bildern sollen Manipulationsmöglichkeiten in der Werbung etc. erörtert werden

Optional: Grundlagen der Video-Erstellung

Erstellen eines einfachen Videos

  • Bilder einfügen
  • Videos einfügen
  • Übergänge einfügen
  • Titel, Abspann einfügen
  • Vertonung der Bilder/Videos
  • Abspeichern in verschiedenen Formaten
  • Erstellung eines youtube- oder vimeo-Kontos und Upload des eigenen Videos

  • Software: z.B. mit Microsoft MovieMaker
  • Eigenes Videoprojekt planen und durchführen (z.B. Bildergeschichte)

rechtliche Situation Persönlichkeitsrechte, Recht am eigenen Bild  

Baustein 4: Textverarbeitung

Der Lernende soll in diesem Modul die Grundlagen vermittelt bekommen, um ein Textverarbeitungsprogramm zu benutzen und alltägliche Briefe und Dokumente damit zu erstellen. Er soll dabei
  • mit Dokumenten arbeiten und diese in unterschiedlichen Dateiformaten abspeichern können
  • kleine Texte erstellen und bearbeiten können
  • Dokumenten Formate zuweisen können und entsprechend sinnvoll gestalten (übliche Regeln beachten)
  • Bilder, Zeichnungsobjekte, Tabellen in ein Dokument einfügen können
  • Seiteneigenschaften anpassen
  • Rechtschreibung überprüfen und Dokumente für den Druck vorbereiten

Thema Aufgabenbeschreibung Bemerkungen, mögliche Aufgaben
Umgang mit Dokumenten Dokumente öffnen, schließen, neues Dokument erstellen, Dokument speichern, Druckvorschau, Dokument drucken, Vorlagen verwenden, Hilfefunktion kennen lernen  
Texteingabe

  • Text eintippen
  • Auswählen von Textstellen
  • Ein- und ausblenden von nicht druckbaren Zeichen
  • Löschen, überschreiben, einfügen von Texten
  • kopieren und einfügen von Texten
  • „Suchen und Ersetzen“
  • „Rückgängig“ und „Wiederherstellen“

Als mögliche Übungen eignen sich komplexe Aufgaben wie:

  • Erstellung eines Rezepts;
  • Gestaltung eines Briefs;
  • Gestaltung einer Visitenkarte;
  • Gestaltung einer Grußkarte;
  • Gestaltung eines Steckbriefs

Text-Formatierung Textformatierung ändern (Schriftgröße, Schriftart, Farben,…)  
Absatz-Formatierung

  • Absätze erstellen und zusammenführen
  • Text ausrichten (linksbündig, zentrieren,…)
  • Arbeit mit Tabulatoren
  • Zeilenabstand ändern
  • Aufzählungen

 
Seitenformatierung Seitenränder anpassen, Seitenausrichtung ändern (Quer- / Hochformat), Fußzeile, Kopfzeile, Seitennummerierung einfügen, Rechtschreibprüfung anwenden  
Tabellen Tabellen erstellen und bearbeiten; Formatierungen von Tabellen (Zellrahmen ändern, Hintergrundfarbe,…) Verweis zur Tabellenkalkulation und deren Vorteile
Bilder / Grafiken Bilder / Grafiken einfügen; Veränderung der Position und Größe, Textumfluss  
Formen einfügen Sprechblasen, Textfelder  

Projekt

Baustein 5: Tabellenkalkulation

Baustein 6: Visualisieren mit Präsentations-Software

Der Lernende soll mit einer Präsentationssoftware (z.B. Microsoft Powerpoint oder LibreOffice Impress) kompetent umgehen und eine erste eigene Präsentation erstellen können. Die Regeln zur Gestaltung einer übersichtlichen Folie sollen dabei berücksichtigt werden können. Der Lernende soll:
  • Mit Präsentationen arbeiten und diese abspeichern können
  • Folienlayouts und –designs auswählen und Folien bearbeiten können
  • Texte, Diagramme, Bilder, einfügen und bearbeiten können
  • Animation und Übergangseffekte anwenden und diese kontrollieren können

Thema Aufgabenbeschreibung Bemerkungen, mögliche Aufgaben
Vorbereitung

  • Brain-Storming zum Thema
  • Thema strukturieren (clustern / gliedern / Reihenfolge)

Handout Anforderungen an eine Präsentation
Umgang mit Dokumenten Präsentationen öffnen, Präsentationsansicht (Starten vom Anfang / von aktueller Folie; Navigation zwischen den Folien), speichern, Vorlagen verwenden  
Folien verwalten

  • Neue Folie mit bestimmtem Layout einfügen
  • Folien kopieren, verschieben, löschen können
  • Foliensortierungs-Ansicht

 
Text-Formatierung
  • Schrift, Farbe, Ausrichtung
  • Aufzählungen und Nummerierungen einfügen
  • Tabellen erstellen und bearbeiten
 
Folien-Formatierung

  • Hintergrundfarben einer oder aller Folien ändern
  • Verschiedene Folienlayouts, Präsentationvorlage einer Präsentation zuweisen

 
Diagramme oder Grafiken
  • Diagramme oder Grafiken einfügen, formatieren, positionieren
  • Screenshot von Google-Maps-Karten
z.B. mit SnippingTool oder IrfanView
Formen einfügen

  • Formen einfügen (z.B. Legenden, Pfeile, rote Punkte auf Karten,...), formatieren und positionieren
  • Textboxen einfügen, formatieren und positionieren

 
Finishing

  • Folienübergänge einfügen und entfernen können
  • Animation von Elementen auf einer Folie (mit Festlegung der Reihenfolge)

 
Objektorientierung
  • SuS Können Objekte (z.B. Text-Box, Grafik, Seite, Dokument) mit Hilfe eines Attribut-Wert-Schemas beschreiben und die Darstellung des Objekts über den Dialog "Eigenschaften" anpassen.
 
Rechtliche Aspekte
  • Urheberrecht und geistiges Eigentum
  • Creative Commons Lizenzen und Nutzungsbedingungen
  • Persönlichkeitsrechte, Recht am eigenen Bild
 
Ausdruck z.B. 2 Folien auf 1 Seite, Folien-Notizen (auch: ausgewählte Seiten)  

Siehe auch

Literatur

Cover Gudrun Rehn-Göstenmeier: ECDL Band I. Modul 1 - 3. bhv Co@ch Compact, 2003 (Taschenbuch)
Cover Gudrun Rehn-Göstenmeier: ECDL Band II. Modul 4 - 7. bhv Co@ch Compact, 2003 (Taschenbuch)
Cover Gudrun Rehn-Göstenmeier: ECDL Übungsbuch. bhv Co@ch Compact, 2003 (Taschenbuch mit CD-ROM)

Siehe auch

Topic revision: r47 - 18 Nov 2022, ThomasEmdenWeinert
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