Own Device an externen Bildschirm anschliessen / Wireless Display Adapter / HDMI-Stick

Für viele Lehrkräfte ein Traum: Bring your own Device - die Verwendung eines eigenen Geräts im Unterricht. Mit dem eigenen Gerät (Tablet, Smartphone,...) ist man vertraut, auf dem eigenen Gerät hat man alle Anwendungen installiert, die man sich wünscht. Nun, zu Hause schließen Sie Ihr Gerät an den smarten TV-Fernseher an, um Bilder und Videos auf einer großen Leinwand anzuzeigen. Im Klassenraum gehen wir davon aus, dass ein Beamer (Projektor) vorhanden bzw. installiert ist - ob mit oder ohne interaktive Tafel. Wie also sendet man den Bildschirm auf dem eigenen Gerät per Funk auf den Beamer (bzw. TV)?

Kabel-Verbindung

Gerät AUsgang benötigtes Gerät / Adapter Eingang des externen Bildschirms (Beamers)
Microsoft Surface Pro Mini-Display-Port

Verbinden Sie ein HDMI- oder VGA-Kabel mit dem HDMI-, DisplayPort- oder VGA-Anschluss des Fernsehers oder Beamers. Verbinden Sie das andere Ende des Kabels mit einem Surface-Videoadapter oder dem Mini DisplayPort auf Ihrem Surface oder an Ihrer Dockingstation.

HDMI oder VGA
Tablets

An den Tablets befinden sich zumeist Mini-HDMI-Ausgänge, viele Notebooks verfügen sogar über Buchsen in Standard-HDMI-Größe.

An vielen älteren Tablets findet sich ein microHDMI-Ausgang (ist von der Größe her etwa so groß wie der in der Regel ebenfalls am Tablet zu findende microUSB-Anschluss)

erfordert Adapter für Mini-HDMI nach HDMMI HDMI
ältere Notebooks oder Laptops VGA-Ausgang erfordert Adapter für VGA zu HDMI, allerdings wird in diesem Fall zusätzlich eine Audio-Verbindung benötigt. HDMI
Apple iPhone / iPad neuere Lightning-Buchse als auch für den älteren 30-Pol-Port erfordert speziellen Adapter nach HDMI HDMI
Android-Smartphone Micro-USB-Buchse

MHL-Standard (Mobile High-Definition Link): die TV-Ausgabe erfolgt dabei über die Micro-USB-Buchse an den HDMI-Port des Fernsehers. Ob das Handy eine USB-3.0- oder USB-2.0-Buchse hat, macht keinen Unterschied. MHL spiegelt Displayinhalte in maximal 1080p-Auflösung. In der Praxis ist die tatsächliche Auflösung aber oft niedriger. Zudem stören Ruckler und eine hohe Übertragungs-Verzögerungszeit von rund einer Sekunde bei der Nutzung.

Es gibt zwei verschiedene MHL-zu-HDMI-Adapterkabel. Die meisten Geräte benötigen 5-polige Kabel. Hierbei müssen Handy oder Tablet zusätzlich per Netzteil mit dem Strom verbunden werden, damit die TV-Ausgabe funktioniert. Samsung-Geräte benötigen seit dem Galaxy S3 spezielle 11-polige MHL-Kabel, die zu den 5-poligen-Buchsen der anderen Hersteller nicht kompatibel sind.

HDMI

Drahtlose Verbindung

Gerät AUsgang benötigtes Gerät / Adapter Eingang des externen Bildschirms (Beamers)
Surface Pro Mini-Display-Port   HDMI oder VGA

Apple iPhone, iPad, iPod Touch oder einem MacBook oder anderer Apple-Computer mit MacOS X

 

AirPlay-Technologie mittels einer Apple-TV-Box (set-top box, ca. 100 €). Sie wird entweder per Wlan oder Kabel mit dem haus-eigenen Netzwerk verbunden, der Anschluss an den Fernseher / Beamer erfolgt über HDMI-Kabel. Die Box verfügt über einen optischen Audio-Ausgang.

Inhalte-Lieferant ist Apples iTunes-Store, aber auch über Watchever können Filme und Serien abgerufen werden. Daneben verfügt Apple TV über Zugänge zu Youtube, Red Bull TV, iCloud Fotos, Flickr, Vevo, Vimeo und zu den US-Ligen NBA und NHL.

Als Streaming-Box lassen sich über Apple TV Fotos, Musik und Filme vom PC auf den Fernseher übertragen. Zudem kann alles, was auf dem iPad oder dem iPhone zu sehen ist, zugleich via Apple TV auf das Smart-TV-Gerät gespiegelt werden. Das gilt auch für die Mediatheken von ARD und ZDF, die über die iOS-Apps abgerufen und per Air View auf das TV-Gerät gestreamt werden.

 
Android  

Der kleine Chromecast-Stick (Google, 35 €) wird direkt in einen freien HDMI-Eingang des Fernsehers / Beamers gesteckt, Stromversorgung über eine USB-Buchse (falls am Beamer keine USB-Buchse vorhanden ist: via USB-Kabel vom mitgelieferten Netzteil). Der kleine Stick enthält einen Mini-Computer mit WLAN-Modul. So wird so aus dem Bildschirm ein Smart-TV (das man sogar mit einem Griff wieder deaktivieren kann) und das Smartphone oder Tablet zur komfortablen Fernbedienung (ohne das Gerät dabei dauerhaft zu blockieren).

Um Daten zu übertragen, müssen sich Mobilgeräte und Stick im selben Netzwerk befinden. Zudem muss auf dem Smartphone / Tablet die Chromecast-App installiert werden. Der Haken: übertragen wird nur das Bild von solchen Apps, die die Chromecast-Technik unterstützen, dazu zählen u.a. der Chrome-Browser, die Bildergalerie und die Youtube-App, Musik und Filme von Google Play, Filme kommerzieller Online-Mediatheken wie Watchever, Netflix , Maxdome (Video-on-Demand).

Die Zahl der Apps mit Chromecast-Unterstützung nimmt weiter zu.

 
Android ab Version 4.2 (Smartphones und Tablets von Samsung, Sony, HTC oder LG);
Windows Phone ab Version 8.1
Microsoft Windows ab 8.1 (z.B. Microsoft Surface Pro Tablets)
 

Miracast-Dongle: z.B. der Wireless Display Adapter von Microsoft (65 Euro) oder Medion Life ZoomBox (ab 30 €). Stecken Sie zunächst den Miracast-Dongle in den HDMI-Eingang des Fernsehers oder Beamers und versorgen Sie den Stick zusätzlich per USB mit Strom (für einen Beamer oben am Galgen ist zusätzlich ein USB-Ladegerät erforderlich). Die Geräte bauen per Wlan eine direkte Verbindung auf zu Smart-TVs, BluRay-Player oder Videokonsolen mit Netzanschluss. Dazu muss das sendende Gerät allerdings Miracast unterstützen. Ein WLAN ist nicht notwendig, da die Verbindung nach dem Wifi-Direct-Standard direkt zwischen den beiden Geräten realisiert wird.

1080p-Auflösung Qualität: mit Einbußen, Verzögerungen.

Leider kocht trotz Miracast-Standard am Ende jedoch doch wieder sein eigenes Süppchen, so dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Geräten zumeist nur dann reibungslos funktioniert, wenn sie wie bei Samsung oder Sony aus dem eigenen Haus stammen. So uneinhetlich wie die Umsetzung, sind auch die Bezeichnungen in den Optionsemenüs, wo die Übertragungstechnik entweder unter dem Namen Miracast, Screen Mirroring oder einfach „Bildschirm spiegeln“ zu finden ist.

 
Android   DLNA : verbreiteter Drahtlos-Standard unter den netzwerkfähigen Fernsehern.
Android-Nutzer benötigen eine Zusatz-App wie BubbleUPnP, um Musik und Bilder per DLNA an den Fernseher zu streamen. Die Bildauflösung hängt dabei vom jeweiligen Empfangsgerät ab, beträgt bei neuen TVs in der Regel aber 1080p. Anders als Miracast und Airplay erlaubt DLNA keine Spiegelung des kompletten Bildinhaltes, sondern überträgt nur Musik, Fotos und ausgewählte Videoformate.
 

Siehe auch

Topic revision: r3 - 03 May 2017, ThomasEmdenWeinert
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