Concept-Map / ConceptMap (auch: Strukturskizze)

Beispiel für eine Concept-Map
[Quelle: Wikimedia Commons]

Eine Concept-Map ("Begriffslandkarte"), manchmal auch Strukturskizze genannt, dient dazu, einen eher komplexen Zusammenhang oder ein vielfältiges Thema darzustellen. Hierzu wird das Thema in Schlagworte und Oberbegriffe/Kategorien zerlegt und nach logischen Zusammenhängen, z.B. Ursache-/Wirkung, zwischen den Schlagworten gesucht.

Dadurch, dass alle Pfeile beschriftet sind, ist die ConceptMap - im Gegensatz zu WortStern und MindMap - weitgehend selbsterklärend. Sie eignet sich deshalb insbesondere
  • zur Präsentation vor Mitschülern (Ich-Du-Wir),
  • zur Vorbereitung auf eine Arbeit / Abschlussprüfung.
Ähnlich wie bei WortStern und Mind-Map werden bei der Concept-Map die Begriffe und ihre Beziehungen zueinander zweidimensional, wie Ort und Wege auf einer Landkarte, repräsentiert. Im Unterschied zur MindMap werden die Beziehungen zwischen den Begriffen jedoch durch Pfeile gekennzeichnet und jeder Pfeil wird beschriftet. Diese Beschriftung gibt an, wie die Begriffe in den beiden Kästen zusammenhängen. Diese Beziehung kann dabei von sehr unterschiedlicher Art sein, z.B.: Tätigkeit, Ziel/Zweck, Ursache/Grund, "ist ein" (Oberbegriff), "hat" (Komponente), "ist" (Eigenschaft). Dies regt zum analysierenden und reflektierenden Denken an (wie? womit? wann? wo? wozu? warum?).

So sieht eine Concept-Map aus

  • Das Thema - besser noch: die zu untersuchende Frage - steht in der Regel oben. Es muss aber nicht unbedingt ein einziger Zentralbegriff existieren (wie bei Mindmaps).
  • Vom Thema weg führen Pfeile zu weiteren Begriffen. Es gibt keine Verbindung zwischen Begriffen ohne Pfeil.
  • Alle Begriffe werden - wie beim WortStern und im Unterschied zur MindMap - in Kästen geschrieben, d.h. umrahmt. Dadurch sieht die ConceptMap etwas formaler aus, ist aber im Vergleich zum MindMap schneller lesbar.
  • Alle Pfeile werden mit einer Erklärung, was genau die Beziehung zwischen den beiden Begriffen ausmacht, beschriftet.
  • Querverbindungen zwischen Begriffen sind explizit erlaubt. Insbesondere sind auch Wirk-Kreisläufe darstellbar.
  • Es empfiehlt sich, für jeden einzelnen zusammenhängenden Bereich (d.h. Ast mit den anhängenden Blättern) jeweils eine andere Farbe zu verwenden.

So geht's

Der Aufwand für die Erstellung einer ConceptMap ist höher als bei einem MindMap. Eine "fertige" ConceptMap wird ein Schüler nur, wenn er sehr engagiert ist, noch einmal neu machen, wenn sich herausstellt, dass man etwas besser hätte anders anordnen sollen, oder wenn Begriffe fehlen, für die nun kein Platz mehr ist.

Daher empfiehlt sich ein gestuftes Vorgehen:
  1. Stichworte / Begriffe sammeln - am besten auf Kärtchen / Post-Its,
  2. Kärtchen ordnen, dabei ggf. nach fehlenden Kategorien-Bezeichnungen / Oberbegriffen suchen,
  3. die Concept-Map vorab (mit Bleistift) skizzieren (--> Größenverhältnisse),
  4. die endgültige Concept-Map erstellen.

Tipps

  • Man vermeide es, ganze Sätze in den Kästen zu notieren. Begriffe werden dann vermutlich mehrfach, in verschiedenen Kästen, auftreten. Meist ist es möglich, den Begriff (das Nomen) in den Kasten zuschreiben, während das Verb die Beziehung beschreibt und als Pfeilbeschriftung taugt. Auf diese Weise kommt ein Begriff nur einmal pro ConceptMap vor und am zugehörigen Kasten wird klar ersichtlich, mit welchen und wievielen anderen Begriffen er in welcher Beziehung steht.
  • Eine interaktive Visualisierungs-Software (s.u.) hat den unschätzbaren Vorteil, dass man gleichzeitig und interaktiv Begriffe sammeln (einfügen) und umorganisieren (umhängen) kann. Die Software sorgt dabei automatisch für eine platzökonomische Anordnung.

Unterrichtsbeispiele

Unterrichtsfach Jahrgang Beispiel / Material
Geschichte E1 Attische Demokratie
Geschichte G8 Restauration und Vormärz
Fach Jg Beispiel
Fach Jg Beispiel

ConceptMaps digital: Software-Anwendungen

Literatur

  • Ludger Brüning, Tobias Saum: Erfolgreich unterrichten durch Visualisieren. Die Kraft von Concept Maps & Co. Neue Deutsche Schule Verlagsges., völlig überarbeitete Neuauflage, 2017 [Taschenbuch, 222 S.]

Siehe auch

Topic revision: r7 - 31 Mar 2020, ThomasEmdenWeinert
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