Explain Everything

Kosten: 5 € pro Jahr für Bildungskunden
Plattformen: iOS, Android, Windows Phone

Schminktipps, Kochrezept, Anleitungen zum Krawatte binden, Bedienung des Fahrrad-Computers oder einer App: Erklär-Videos auf YouTube sind mittlerweile in der Alltagswelt (nicht nur) unserer Schüler sehr präsent; sie haben zu weiten Teilen bereits die klassische Bedienungsanleitung in Textform abgelöst.

Auch in der Schule lassen sich Erklärvideos zum differenzierten, eigenständigen und individualisierten Unterricht (z.B. mit der Flipped Classroom-Methode) anwenden. Neben der Verwendung bereits existierender Videos (eigene oder von anderen Lehrkräfte oder von professionellen Anbietern) sind es vor allem von SuS selbst erstellte Videos, die interessante Einsatzmöglichkeiten bieten.

Explain Everything ist eine plattformübergreifende App, um Erklär-Videos zu erstellen. Ähnlich wie bei Powerpoint können auf einer freien Fläche Formen, Zeichnungen, Fotos, Videos, Sounds usw. arrangiert werden. Alle Gegenstände lassen sich beliebig anordnen, Texte können hinzugefügt, Pfeile und andere Formen können ergänzt werden. Folie für Folie entsteht ein ganzer Vortrag. Man kann aber auch alle Elemente auf einer Folie anordnen (z.B. in der Art eines MindMaps): eine Folie ist eine prinzipiell unendlich große Fläche. Eine Folie kann daher (in Verbindung mit Screen-Casting) auch als Whiteboard-Ersatz genutzt werden (ein virtueller Laserpointer ist ebenfalls an Bord).

Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Vermittlung: ein Powerpoint-Vortrag wendet sich an ein Präsenz-Publikum. Ein Erklär-Video wird von jedem Interessenten selbständig und unabhängig aufgerufen (auch unterwegs oder zu Haus), gesehen (auch wiederholt) und ggf. kommentiert. Die Diskussion über das Erklär-Video und damit über das Thema kann also auch asynchron, kooperativ und schriftlich stattfinden: auf der Folie (auf diese Weise ist übrigens auch die Diskussion dauerhaft dokumentiert). Hierzu muss der Besitzer des Erklär-Videos die Teilnehmenden mit einem Code oder Weblink einladen. (Die Teilnehmenden können auch einfach via Browser an der Folie mitarbeiten.)

Bei der Flipped Classroom-Methode sehen sich die Schüler das Video zu Haus an und im Unterricht wird diskutiert und gesichert.

Siehe auch

Topic revision: r1 - 25 Apr 2018, ThomasEmdenWeinert
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