Smartphone
[suchst du vielleicht die Handy-Regelung zur Nutzung in der Schule?]
Das Smartphone hat in 10 Jahren aus einem Telefon einen (noch externes) Körperteil gemacht, mit dem der Mensch seither in enger Symbiose lebt. Es ist sozusagen das Schweizer Messer des Digialen Zeitalters. Um genauso wie jedes andere Werkzeug kann es nützen und schaden.
Kritischer Umgang mit dem Smartphone
Durch Push-Nachrichten wird das Smartphone fordernd wie ein Haustier, es will berührt und gefüttert werden. Es fordert: Aufmerksamkeit. Das Versprechen:
- sich mit anderen Menschen verbunden fühlen,
- sich selbst - durch die Reaktion des Gegenübers - als existent, als bedeutsam wahrnehmen,
- sich selbst optimieren.
Das Smartphone verändert die menschliche Interaktion auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Einen Menschen anzurufen - direkte Kommunikation - kann mitunter schon als Zumutung verstanden werden. Und ohnehin: warum soll man eben 3 Minuten telefonieren, wenn es man auch über 8 Stunden per Whatsapp klären kann...?
Weniger als Menschen miteinander zu verbinden, will das Smartphone den Menschen an sich binden. Zum Wohle der Konzerne, die die Klicks und Daten über
Künstliche Intelligenz und
Big Data monetarisieren.
Verschiedenste Apps wie z.B. Fitness-Apps sammeln immer mehr - mitunter sehr persönliche - Daten. (Wo eigentlich genau werden die gespeichert?)
Mehr
- Catherine Price: Endlich abschalten: Warum Urlaub vom Smartphone uns Zeit, Glück und Liebe schenkt. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Taschenbuch, 15. Mai 2018
- Flugmodus reicht nicht: 5 gute Gründe, regelmäßig dein Handy abzuschalten. Von Andreas Winterer, Utopia.de, München, 13. Dezember 2022
- 10 Jahre Smartphones - Wie das Smartphone unsere Kommunikation revolutioniert. Die mobile Kommunikation verändert die menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten, die kulturwissenschaftliche Forschung am Endgerät boomt. Von Astrid Herbold, Spektrum, 17.04.2017
- Smartphone (Wikipedia)
Siehe auch