Schüleraktivierung im Unterricht

„Wenn man uns lässt, machen wir gute Sachen.“ (Schülerzitat)

In einem zeitgemäßen Verständnis von Lernen steht verstärkt der Schüler als Subjekt im Mittelpunkt. Der Lernende bestimmt seinen Lernerfolg maßgeblich mit, indem er - soweit es seine Entwicklung zulässt - eigenverantwortlich und selbstbestimmt lernt. Wissens- und Kompetenzerwerb gelingt im konstruktivistischen und situativen Lernen nachhaltiger (vgl. Lerntheorien der Lernpsychologie).

kognitiv

z,B. durch ein logisches Problem, ein Rätsel oder einen Widerspruch. Gelegenheit dazu findet sich im

  • Stundeneinstieg ebenso wie
  • bei der gemeinsamen Reflexion am Stundenende: im Vergleich der Lernergebnisse bzw. Lernprodukte treten Ähnlichkeiten und Unterschiede deutlicher zu Tage.
emotional
  • durch Verknüpfung mit einem Thema, das für die Schüler relevant ist wie z.B. Mitwirkung in der Schule, Gestaltung des Klassenraums oder Pausenhofs, Klimawandel, Handy-Sucht u.s.w. (authentische Lernsituation);
  • durch Schülerpartizipation
sozial Ein Hindernis für Interaktion, Kommunikation und Austausch kann die exponierte Stellung in der Klasse im Frontalunterricht sein. Aktive Teilhabe an Kommunikation und Diskussion fällt in einem kleineren, geschützen Raum leichter. Dieser lässt sich durch Gruppenarbeit oder auch digital herstellen.z.B. Think-Pair-Share (Denken – Austauschen – Vorstellen; Konstruktion - Ko-Konstruktion - Vernetzung/Reflexion), Gruppenarbeit mit Plakat und andere kooperative Unterrichtsmethoden
Material haptisch, durch Lernmaterial: z.B. in Mathematik mit Klickies oder Bauen mit Holzwürfelchen oder Geobretter; Produktorientierung: Schüler werden zudem aktiviert, wenn sie Produkt erstellen (s. handlungsorientierter Unterricht), das ihrer Leistungsfähigkeit angemessen ist, das aber auch Kreativität erfordert und das vor allem im Anschluss eine Würdigung erfährt. Dies kann z.B. ein Lernplakat oder ein Modell sein, dass im Klassenraum ausgestellt wird oder das das Kind über eine Lernplattform anderen zur Verfügung stellen und zeigen kann (z.B. auch den Eltern).
digital
  • durch ein Quiz mit der App kahoot!;
  • durch interaktive Lernumgebungen

Siehe auch

Weiterführende Hinweise

  • Ulf Mühlhausen: Schüleraktivierung im Schulalltag - Ungewöhnliche Unterrichtsmethoden in der Sekundarstufe. Schneider Verlag Hohengehren, 2008 [190 Seiten, paperback, 15 x 23 cm, Begleit-DVD mit 10 Hannoveraner Unterrichtsbildern]
Topic revision: r1 - 18 Sep 2021, ThomasEmdenWeinert
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